Nicole Strauss Coaching Karlsruhe
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Dr. Nicole Strauss Beratung & Coaching für zukunftsfähige Führung
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Tipp zur Selbstführung 4. Quartal 2022

 

Krisen ohne Ende: Digital-Detox ist Kern von Stressmanagement

 

Wie Sie sich mit digitaler Resilienz schützen

 

Pandemie, Ukraine-Krieg, Energie-Mangel, Inflation – die Herausforderungen und Belastungen scheinen kein Ende zu nehmen. Wie schon einige Forschende vor ihm, hat auch Stephan Weichert von der Hamburg Media School gemessen: Viele Menschen fühlen sich aufgrund der Nachrichtenlage gestresst, unruhig und erschöpft (https://www.pro-medienmagazin.de/folge-der-krisen-menschen-leiden-unter-nachrichten-burnout/ - abgerufen am 08.08.2022). Das hat mit Medieninhalten an sich zu tun, aber auch mit eigenen Online-Gewohnheiten und Gruppendruck. Ergebnis: Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer entsperrt sein Handy etwa 80 Mal am Tag - ungefähr alle 12 Minuten. Damit Sie nicht in den digitalen Burnout oder die „news fatigue“ schlittern, sollten Sie sich Ihr passendes Programm für digitale Resilienz zusammenstellen. Aus diesen Bausteinen kann Ihre Digital-Detox-Kur bestehen:

 

  1. Etablieren Sie feste Offline-Zeiten: stündlich 15 Minuten ohne Handy und Internet; statt in der Mittagspause zu telefonieren lieber bewusst bewegen und die Gedanken baumeln lassen; bei Mahlzeiten hat das Handy auf dem Tisch nichts zu suchen; Handy nicht mit auf die Toilette nehmen u.v.m.
  2. Stellen Sie Push-Nachrichten aus: Mit Push-Nachrichten wollen Betreiber den Verkehr in ihren Medienangeboten erhöhen. Das steigert Werbeeinnnahmen. Für Sie heißt es: jedesmal eine Unterbrechung und bei schlechten Nachrichten ein Schub von Stresshormonen.
  3. Stellen Sie Alarmtöne leise: Das gilt nicht nur für Nachrichten, sondern auch für E-Mails, Messages, Posts usw. Leider schütet das Gehirn bei jedem Alarmton eine kleine Menge Stresshormon aus, das dem Organismus schadet. Außerdem können Sie ohne akustische Alerts freier entscheiden, wann Sie auf welche Nachricht schauen.
  4. Meiden Sie Multitasking: Oft konsumieren wir Nachrichten nebenbei – in langweiligen Meetings, der Bahn, bei Mahlzeiten usw. Wer aber mehrere Dinge gleichzeitig tut, ist bei keiner Aufgabe zu 100 Prozent oder verpasst wertvolle Phasen des „Seelebaumelns“.
  5. Bestellen Sie Newsletter ab: Wenn morgens bereits mehrere Newsletter und „Das Wichtigste des Tages“-Mails die Inbox füllen, fängt der Tag gleich unter Strom an.
  6. Kaufen Sie sich einen Wecker und nutzen nicht das Handy: Damit verringern Sie die Gefahr, in schlaflosen Phasen nachts auch noch über schlechte Nachrichten zu scrollen bzw. den Tag gleich mit dem Handy vor der Nase zu starten.
  7. Setzen Sie sich Limits für Social Media: Eine zeitliche Begrenzung Ihrer Anwesenheit in Facebook & Co. kann wie ein Schutzvertrag mit sich selbst wirken. Auch sollten Sie die Finger davon lassen, Nachrichten zur Weltlage zu kommentieren bzw. die Kommentare anderer zu lesen. Das Debattenniveau in den Sozialen Medien trägt nur zu noch mehr Stress bei – achten Sie doch einmal darauf, was Ihr Blutdruck macht, wenn Sie lesen …
  8. Lösen Sie sich aus Gruppenzwang: Mitunter diskutieren auch Familien oder Cliquen online über aktuelle Nachrichten-Themen. Sagen Sie Dränglern („Warum antwortest du nicht?“), dass sie Ihnen Zeitautonomie lassen sollen. Sagen Sie Absendern von 10-minütigen (mitunter belanglosen und wirren) Sprachnachrichten, dass Sie nicht zugetextet werden möchten. Es ist Ihre Lebenszeit!
  9. Nutzen Sie Analyse-Apps: Sowohl für Android als auch für Apple gibt es Apps, die Ihre Nutzungsgewohnheiten am Handy messen. Steht dann da "Heutige Nutzung: 6h 50m - Bildschirm entsperrt: 120 mal" - dann ist das Staunen groß. Wenn Sie Sorge haben, schon auf dem Weg zur Digital- bzw. Nachrichtensucht zu sein, dann gehen Sie doch einmal eine Woche in ein Offline-Hotel oder ein Kloster mit Handyverbot oder in eine Naturregion mit schlechtem Netz. Mal sehen was passiert …

 

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Fragen/Termine können wir per 0171 3283894 oder Kontaktformular klären.

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