Nicole Strauss Coaching Karlsruhe
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Dr. Nicole Strauss Beratung & Coaching für zukunftsfähige Führung
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Tipp für die Mitarbeiterführung 11/2020

Am Ende des Corona-Jahres: Lob und Dank als Kernaufgabe der Vorgesetzten

 

Das Corona-Jahr hat einige Distanz zwischen Führungskräfte und Beschäftigte gelegt: Home-Office, Videokonferenzen, virtuelles Co-Working usw. Am Jahresende sollten sich Führungskräfte daher ausdrücklich Zeit nehmen für Nähe - wenigstens auf emotionaler Ebene. Das Mittel dazu heißt: Lob!

 

Wer es nicht ohnehin schon regelmäßig tut, der kann die letzten Wochen dieses „besonderen“ Arbeitsjahres nutzen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu danken und Respekt zu zollen. Und weil viele Vorgesetzte von einer „Nicht geschimpft ist genug gelobt“-Haltung geprägt sind, lohnt sich der Blick auf die Top 10 in der Kunst des Lobens:

 

  1. Loben Sie selbst und mit persönlicher Note: Lob nie durch eine dritte Person (etwa einen Teamsprecher, Schichtführer oder Senior-Mitarbeiter) übermitteln lassen. Sagen Sie: „Ich freue mich sehr über…“; „Das hat mir gefallen.“; „Da war ich stolz auf Sie.“
  2. Loben Sie bedingungslos und ohne Einschränkung: Wer erst lobt und dann einen Berg Arbeit verteilt, korrumpiert das Lob. Wer an das Lob ein „aber“ anschließt, schwächt seine Wirkung ab.
  3. Loben Sie präzise und zeigen Sie den Nutzen auf: Lob gibt Auskunft zu den Fragen „Was genau ist gut gelaufen?“ und „Was hat das dem Team, dem Kunden, dem Unternehmen … gebracht?“ Chefs. die präzise loben, signalisieren dem Mitarbeiter: Ich beschäftige mich intensiv mit dir. „Super! Weiter so!“ ist Blabla von faulen Führungskräften.
  4. Loben Sie freundlich und auf Augenhöhe: „Diese Leistung könnten Sie ruhig öfter bringen.“ ist kein Lob, sondern eine versteckte Kritik. "Machen Sie mal schön weiter so.“ ist gönnerhaft und von oben herab.
  5. Loben Sie unter vier Augen und öffentlich: Die wertschätzende Rückmeldung zu individueller Leistung erfolgt besser unter vier Augen. Geben Sie aber auch dem Team in Summe ein dickes Lob, bevor das Jahr zu Ende geht.
  6. Loben Sie in Zukunft unmittelbar: Auch wenn Sie jetzt am Jahresende einmal ein General-Lob aussprechen, in Zukunft ist es besser zu loben, wenn Mitarbeiter emotional noch bei der Sache und stolz auf ihre Leistung sind. Dann fällt Lob auf fruchtbarsten Boden.
  7. Beim Lob nicht vergleichen: Konzentrieren Sie sich immer auf die Leistung des Gelobten. Heben Sie ihn nicht über das Team und setzen Sie andere nicht herab („Von der Frau X könnten sich die anderen eine Scheibe abschneiden.“).
  8. Loben Sie nicht zu überschwänglich und inflationär: Vor allem die ansonsten mit Lob zurückhaltenden Führungskräfte sollten jetzt nicht zu dick auftragen. Das wirkt unglaubwürdig. Lieber dosiert, ehrlich und von Herzen loben.
  9. Verstärken Sie Ihr Lob mit Symbolen: Mit welcher Geste, welchem kleinen Geschenk, welchem Incentive könnten Sie einzelne Mitarbeitende glücklich machen? Was täte dem Team als Ganzes jetzt gut? Da Weihnachtsmarkt-Besuche und Socializing dieses Jahr wohl eher ausfallen, loten Sie doch einmal die Möglichkeiten von Bonuszahlungen, Arbeitszeitgutschriften und kleinen Geschenkzuwendungen aus.
  10. Mit Lob können Sie sich nicht reinwaschen: Ein Lob taugt nicht dafür, von Missständen im Team abzulenken (etwa schlechte Bezahlung, Überforderung, unklare Strategie, ungelöste Konflikte). All das gehört 2021 auf Ihre Agenda!

 

Und wer Lob als Methode der Personalentwicklung einsetzen will, kann das auch tun: Fordern Sie Mitarbeiter (vor allem die selbstkritischen und schüchternen) doch einmal zu Selbst-Lob auf. „Wie zufrieden waren Sie denn mit Ihrer Leistung?“ „Worauf sind Sie in diesem Jahr stolz?“ Darauf können Sie dann Ihr Lob aufbauen …

Rufen Sie gerne an:

Fragen/Termine können wir per 0171 3283894 oder Kontaktformular klären.

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