Nicole Strauss Coaching Karlsruhe
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Dr. Nicole Strauss Beratung & Coaching für zukunftsfähige Führung
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Was macht ein Coach bzw. Berater?

"Coach" bzw. „Berater“ – was machen die eigentlich? Erklären Sie einmal einem Grundschulkind, was diesen Beruf ausmacht. In solchen Momenten möchte ich dann lieber etwas Eindeutigeres sein, vielleicht Ärztin, Gartenarchitektin oder Jugendherbergsmutter.

 

Bei Gelegenheiten wie diesen hat mich schon oft ein Blick ins etymologische Wörterbuch weitergebracht – Nr. 7 in der Dudenreihe, das graublaue. In diesem Nachschlagewerk steht drin, woher unsere Wörter kommen. Und da Sprache eine ganz eigene Weisheit hat, findet man im Herkunftswörterbuch oft Erhellendes, Klärendes, neue Perspektiven. Denn unsere Ahnen waren auch schon kluge Leute.

 

Also, nachgeschaut unter „Berater“, dort wird man auf den Eintrag „Rat“ verwiesen. Hier erwartet uns mitnichten nur die heute gängige Erklärung: „gut gemeinter Vorschlag, Empfehlung“. Das ist ein Rat auch, aber nicht nur. Einstmals verstand man unter „Rat“ die „Mittel, die zum Lebensunterhalt nötig sind.“ Und deren Beschaffung und Verwaltung bedurfte einer gewissen „Fürsorge“. In Wörtern wie „Vorrat“, „Hausrat“ und „Heirat“ klingt diese alte, fast vergessene Bedeutung noch an. Darin finde ich mich als Beraterin sehr gut wieder, denn ich verstehe meinen Beruf unter anderem so: Meine Klienten – Unternehmen, Führungskräfte, Privatpersonen – werden durch unsere Zusammenarbeit immer besser in die Lage versetzt, bei entscheidenden Aufgaben selbst Fürsorge für sich walten zu lassen, für sich und ihre Interessen zu sorgen, sozusagen ihr Feld zu bestellen und dann die Früchte zu ernten.

 

Auch das Verb „(be)raten“ führt in eine ähnliche Richtung. Es bedeutete zu Vorzeiten „etwas zustande bringen“, „für jemanden sorgen“. Berater und Klient schließen sich in der Beratungssituation zusammen, um etwas zustande zu bringen, ein Ziel des Klienten zu erreichen. Dabei kann es sein, dass zunächst der Berater etwas mehr für das Vorankommen „sorgt“ (durch Know-how, Impulse, unbequeme Fragen, Ratschläge), am Ende aber immer der Klient in die Lage versetzt sein soll, selbst für sich und seine Ziele zu sorgen. „Raten“ steht auch im Zusammenhang mit dem englischen Verb „to read“ = lesen. Berater und Klient „lesen“ nun vielleicht keine Runen mehr, wie die Druiden im alten Britannien. Sie „lesen“ eine Situation, eine Aufgabe, eine Herausforderung des Klienten und „beratschlagen“ über den passen Weg zu Verbesserungen. Im Wort „beratschlagen“ klingt mit, dass gute Beratung immer in einem geschützten, diskreten Rahmen stattfindet – in einem symbolisch geschlagenen (Schutz)Kreis.

 

Gelingt die Beratung bzw. das Coaching, dann kann eine Aufgabe, ein Ziel, eine Verbesserung buchstäblich wohl „ge-raten“. Etymologisch heißt „geraten“ so viel wie „zu etwas werden“. Dabei sind alle Potenziale und Möglichkeiten schon im beratenen Menschen bzw. Unternehmen vorhanden, der Berater hat sie nur zusammen mit dem Klienten ausgegraben und „gelesen“ – sozusagen real erfahrbar gemacht. Beratung dient also dem „Geratewohl“ – ein Wort, das unsere Vorfahren nicht im Sinne eines zufälligen Ergebnisses verwendeten, sondern als intuitiv erreichten guten Endzustand betrachteten, eben etwas Wohl-ge-ratenes.

 

In diesem Sinne ist Coaching/Beratung die Hinführung zum Wohlgeratenen. Einem Grundschulkind kann man das immer noch nicht leicht erklären. Mir vermittelt es indes Stolz auf meinen Beruf.

Rufen Sie gerne an:

Fragen/Termine können wir per 0171 3283894 oder Kontaktformular klären.

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